Klimakrise, Artensterben, Burn-out – alles eine Frage der Zeit

Zeitnot und Hektik prägen unsere Gesellschaft. Wir kämpfen gegen alles Langsame oder Pausierende, oft bis zur Erschöpfung. Dafür zahlt nicht nur der Mensch, sondern auch die Natur einen hohen Preis. Unsere Beschleunigungs- und Nonstop-Gesellschaft und die Gleichsetzung von Zeit mit Geld forcieren die ökologische Krise. In ihrem neuen Buch erklären der bekannte Physiker und Philosophieprofessor Harald Lesch, der Zeitexperte Karlheinz A. Geißler und der Zeitberater Jonas Geißler, warum das so ist – und wie es besser gehen könnte.

Unter dem Titel „Alles eine Frage der Zeit. Warum die ‚Zeit ist Geld’-Logik Mensch und Natur teuer zu stehen kommt“ (ET 16.03.2021) haben sich die Autoren auf eine gemeinsame Reise in Geschichte und Gegenwart unseres Umgangs mit der Zeit begeben. Sie zeigen auf, wie drastisch sich unser Leben mit der Verbreitung der mechanischen Uhr geändert hat und wie eng die Uhrenlogik und die damit einhergehende Ökonomisierung von Zeit mit den rapide zunehmenden ökologischen Krisen zusammenhängen.

„Erst wenn man die Dimension der Zeit genauer betrachtet, versteht man auch die Stellung des Menschen in der Natur und all die Miseren, die er dort anrichtet.“

Anhand zahlreicher Beispiele beschreibt das Buch, wie sehr der Mensch durch permanente Beschleunigung und Zeitverdichtung auch den Ressourcenverbrauch weiter anheizt. Zugleich erläutert es die Vielfalt an Zeitformen, die in der heutigen „Monokultur der Beschleunigung“ unterzugehen drohen: den Sinn für ein angemessenes (Lebens-)Tempo, für das Langsame als Gegengewicht zum allzu Schnellen, die stabilisierende Funktion von Wiederholungen und Ritualen oder den Wert des Wartens und der Pause.

„Verändern wir unser Verhältnis und Verständnis von Zeit“, so die Aufforderung und Einladung der Autoren in ihrem Vorwort, „dann fördern wir auch die Zukunftsfähigkeit unserer Lebensformen.“

In ihrem unterhaltsam geschriebenen Buch zeigen Harald Lesch, Karlheinz Geißler und Jonas Geißler Wege in eine vielfältige Zeitkultur auf, in der das Diktat der Verrechnung von Zeit in Geld überwunden ist und wir nicht länger uns und unsere Umwelt verschleißen.

 

Link zur Pressemappe, Leseprobe und weitere Informationen über das Buch auf der oekom-Website